In diesem Jahr fand der Internationale Baumpflanztag zum 18. Mal statt. Wie in den Vorjahren pflanzten 2011 wieder deutsche und niederländische Schüler gemeinsam Bäume im Maas-Schwalm-Nette-Gebiet. Es handelte sich dabei um eine grenzüberschreitende Veranstaltung des Naturparks Schwalm-Nette in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark De Meinweg. Seit 1994 haben insgesamt 1.337 Kinder an der Aktion teilgenommen und dabei etwa 22.00 Bäume gepflanzt (das entspricht ungefähr einer Fläche von 15 Fußballplätzen). In diesem Jahr wurde der 18. Baumpflanztag am 23. März im Brachter Wald in der Nähe des Grenzübergangs „Weißer Stein“ gefeiert.
Mit dabei waren 60 Viertklässler der Katholischen Grundschule Bracht aus der Gemeinde Brüggen mit ihren Lehrerinnen Renate Brink, Carmen Bloemen und Marlene Platen sowie 36 Schüler der niederländischen basis-school De Hovenier aus Montfort/Gemeente Roerdalen. Neben der gemeinsamen praktischen Arbeit zur Förderung der Natur trägt der Baumpflanztag auch dazu bei, sprachliche und kulturelle Grenzen zu überwinden.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Vorsitzende des Nationalparks de Meinweg, Frau Drs. Joke Kersten, und den Vorsitzenden der Verbandsversammlung des Naturparks Schwalm-Nette, Herrn Dr. Ferdinand Schmitz. Neben der stellvertretenden Bürgermeisterin Anni Terporten aus Brüggen und Bürgermeisterin Ellen Hanselaar-van Loevezijn aus Roerdalen waren u. a. auch Vertreter der Bezirksregierung, der Euregio und der Provinz Limburg eingeladen.
Die Internationalen Baumpflanztage leisten mit der Anpflanzung von Mischwald einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Aufwertung der Grenzregion. Dabei werden vorwiegend Eichen und Buchen gepflanzt. Die Pflanzaktion wird durch das Forstamt Niederrhein, den Naturpark Schwalm-Nette, IVN Consulentschap Limburg, die Gemeinde Roerdalen und das niederländische Staatsbosbeheer unterstützt. Die Gemeinde Brüggen stellte u.a. die 1.500 Bäume zur Verfügung und bereitet die Pflanzfläche vor. Die Erinnerungstafel wird wie in den Vorjahren vom Werkhof Brunnenstraße der Stadt Mönchengladbach angefertigt.
Geschichte des Baumpflanztags
Die Tradition des Baumpflanztags kommt ursprünglich aus Nebraska (USA). Hier initiierte 1854 der Journalist und Ver-leger J. Sterling Morton Baumpflanzaktionen, um den fast baumlosen Bundesstaat wieder zu bewalden. Nachdem sich die Baumpflanzbewegung auch in anderen amerikanischen Bundesstaaten etabliert hatte, breitete sie sich über die ganze Welt aus. Im Unterschied zu dem „Tag des Baumes“, der weltweit am 25.04. eines jeden Jahres begangen wird, feiert man im Naturpark bewusst einen Monat früher. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wahrscheinlichkeit des Anwachsens der jungen Bäume in unseren Breiten ungleich höher.

Schüler pflanzen Bäume unter Anleitung
Das Baumbuch
Den Schülerinnen und Schülern steht zur Vorbereitung der Aktion ein Baumbuch zur Verfügung, das mit Interreg-Mitteln überarbeitet und gedruckt wurde. Das Buch enthält viel Wissenswertes über die Geschichte des Meinwegs und den Wald mit seinen Pflanzen und Tieren. Zu dem Schüler-buch gibt es auch einen Lehrerband, der zusätzliche Ge-schichten und Informationen rund um den Meinweg bein-haltet.
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