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Kommunikationskonzept


Das zentral zu vermittelnde Thema des Naturparks Schwalm-Nette stellt die wassergeprägte Landschaft, ihre ökologische Sensibilität sowie die auch vom Wasser dominierte Landschaftsgestaltung und Landnutzung dar. Aus diesem materiellen Kern der Naturparkschau wurde ein angemessenes, nachhaltiges und auf mehreren Formen der Öffentlichkeitsarbeit beruhendes Kommunikationskonzept entwickelt. Dabei soll Wasser als „blauer Faden“ zum kommunizierten Schwerpunktthema der Naturparkangebote werden. Dies soll in allen Teilen des Naturparks, also in allen am Naturpark beteiligten Kommunen erlebbar sein. Die hier anzusprechenden Zielgruppen sind neben den in der Region lebenden Menschen, Schulklassen, Ausflügler aus den Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr, Besucher aus den benachbarten Niederlanden, die Fachöffentlichkeit, wanderfreudige Übernachtungsgästeaus dem übrigen Deutschland und Unternehmen, die den Naturpark als Standortvorteil nutzen. Die vielfältig erlebbaren „Wasserlandschaften Schwalm-Nette“ werden über eine Kommunikationsstrategie vermittelt, die aus vier Modulen besteht:

Wasser.Wander.Welt.
Wasser.Erlebnis.Begleiter.
Wasser.Kultur.Genuss.
Wasser.Umwelt.Bildung.




Diese vier Bausteine sind Eckpunkte einer Kommunikationsstrategie, die die Vermittlung der wassergeprägten Landschaft, ihrer ökologischen Sensibilität sowie die vom Wasser dominierte Landschaftsgestaltung und Landnutzung im Naturpark zum Inhalt hat.Ein zentraler Ansatz, um das Thema „Grenzenlose WasserLandschaften“ im Naturpark Schwalm-Nette zu vermitteln, soll die Wasser.Wander.Welt. werden. Sowohl das gesamte ökologisch sensible Wasserthema mit allen im Naturpark erlebbaren Facetten, wie auch alle landschaftlich attraktiven Teilregionen werden durch dieses Erlebnisprojekt der Wanderrouten tangiert. Damit besteht hier ein umfassender Ansatz, um ein Höchstmaß an wasserrelevanter Kommunikation zu verfolgen. Mit der Entwicklung von 5 Wanderrouten, mit einer jeweiligen Länge zwischen 6 bis 16 km, sollen einerseits die qualitativ hohen Anforderungen des DeutschenWanderinstituts an Premiumwanderwege (als Voraussetzung für die Zertifizierung) erfüllt und andererseits ein Netz sehr attraktiver Wanderangebote für das gesamte Naturparkgebiet aufgebaut werden. Über dieses Netz werden zusammen mit dem bestehenden Wanderwegenetz nicht nur alle den Naturpark tragenden Mitglieder aktiv eingebunden, es können auch alle wesentlichen wasserrelevanten Themen erlebt werden. Damit stellen diese Wanderrouten das eigentliche Grundelement des „blauen Fadens“ dar, mit dem das Wettbewerbsthema „Grenzenlose WasserLandschaften“ beschrieben wird. Mit dem Ansatz der Wasser.Erlebnis.Begleiter. wird ein weiterer Schwerpunkt des Kommunikations- Konzeptes gebildet. Die Vermittlung des Wasserthemas u. a. an den WasserWanderrouten soll durch fachlich versierte Erlebnisbegleiter aus der Region erfolgen. Dadurch werden zum einen Multiplikatoren ausgebildet, die vor Ort für den Naturpark und seine Angebote werben. Zum anderen werden geführten Wanderern Kenntnisse und Erlebnisse sicherlich in einer besonderen Erfahrungsqualität vermittelt. Außerdem kann vermieden werden, dass die Informationsvermittlung an den WasserWanderrouten in einen Schilderwald ausartet.


Mit dem Modul Wasser.Kultur.Genuss. wird eine dritte Ebene als kreativer inhaltlicher Zugang zum Wasserthema geöffnet. Nicht jeder Besucher wird sich die Landschaft und damit das Wasserthema erwandern wollen. Deshalb soll eine weitere Form eines inhaltlichen Zugangs eröffnet werden, die es auch diesen Personen ermöglicht, sich mit der Thematik auseinander zu setzen.Hier können die kulturellen Aktionen eine Möglichkeit bieten, sich dem Wasser zu nähern. Dies kann Musik, Literatur, Theater, Filmkunst und bildende Kunst sein. All diese vielfältigen Chancen der Kultur sollen Sensibilitäten vermitteln oder Zugang zu Erkenntnissen ermöglichen, die über andere Wege kaum denkbar wären und damit auch nicht zu einem Kommunikationserfolg führen können.


Im Bereich von Wasser.Umwelt.Bildung. soll schließlich über klassische Instrumente der Wissensvermittlung versucht werden, Zusammenhänge des Natur– und Wasserhaushalts zu erkennen, zu bewerten und Konsequenzen daraus zu ziehen. Ein besonderes Projekt in diesem Bereich werden die „Wasser.Blicke.“ sein, die an ausgewählten Standorten im Naturpark einzigartige Ausblicke auf erlebbare Wasserlandschaften gewähren, Ausblicke auf die vielfältigen Nutzungen des Wassers eröffnen bzw. Eingriffe in den Wasserhaushalt oder Gefährdungen des Lebensraumes Wasser bewusst machen. Diese Standorte sollen einen Ausstattungsstandard erhalten, der sie sofort als „Wasser. Blicke.“ erkennbar macht und der mit einer höchst sparsamen Ausstattung den vorherrschenden Landschaftseindruck nicht schmälert. Die Ausstattung soll aber so gewählt sein, dass diese Stätten nicht nur Einblicke eröffnen, sondern auch Orte der Ruhe darstellen, zum Dialog mit dem Thema Wasser einladen und Ansatzpunkte für unterschiedliche Aktivitäten darstellen (z.B. Landschaftsästhetik für Mal- und Fotokurse, Wassernutzungen für Angebote der Wasserverbände und Wasserwerke, des Mühlenverbandes). Durch das Thema Grundwasserabsenkung des Tagebaus Garzweiler (RWE Power AG ) führt der Erlebnispfad „Tagebau. Folgen.“. Neben diesem neuen Produkt soll für den Zeitraum der Naturparkschau das vorhandene Bildungsangebot des Naturparks auf den inhaltlichen Schwerpunkt „Wasser“ ausgerichtet werden. Dies betrifft das Angebot für Schulen, den Veranstaltungskalender und den jährlich stattfindenden Naturparktag. Außerdem wird das Wasserthema in den Besucherzentren des Naturparks einen breiten Raum in der Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit einnehmen. Die Kooperation mit dem Niersverband und den Wasserwerken eröffnet viele Synergieeffekte, was die gemeinsame Nutzung und Präsentation von wasserbezogenen Einrichtungen betrifft.


Zur Umsetzungen der genannten Module sollen folgende Kommunikationsinstrumente eingesetzt werden:

Online-Kommunikation
Für die Kommunikation der Naturparkschau soll eine eigene Homepage >www.wandervolle-Wasserwelt.de eingerichtet werden. Über diese Homepage können auch die Bilder einer Webcam übermittelt werden, die z. B. das Brutgeschäft von Wasservögeln aufnimmt.

Printmedien
Die Naturparkschau soll dazu genutzt werden, die Aktualisierung der Flyer des Naturparks mit einem Corporate Design vorzunehmen. Für das Naturparkschaujahr ist die Herausgabe einer Naturparkzeitung geplant, die für die Nicht-Internet-Nutzer eine wichtige Information über Ziele, Partner, Events, Angebote etc. darstellt. Für die Vermarktung der WasserBlicke ist die Herausgabe einer Karte geplant. Der Veranstaltungskalender des Naturparks mit derzeit ca. 600 Veranstaltungen im Jahr stellt eines der wichtigsten Kommunikationsinstrumente dar. Im Rahmen der Naturparkschau werden die wasserbezogenen Führungen, Veranstaltungen und Vorträge im Veranstaltungskalender besonders beworben. Auch die gemeinsam mit Partnern und Sponsoren geplanten Aktionen werden in den Veranstaltungskalender aufgenommen.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die Aktionen, Veranstaltungen und Angebote der Naturparkschau sollen durch permanente Berichterstattung in der regionalen Presse veröffentlicht werden, begleitet von Pressekonferenzen und einer Journalistenreise, TV- und Rundfunkbeiträgen. Es sollen Anzeigen in einschlägigen Publikationen geschaltet werden; Verkehrsbetriebe sollen einen Werbeaufdruck auf Bussen und Bahnen erhalten, ebenfalls kreiseigene Fahrzeuge.

Events
Neben den projektbezogenen Veranstaltungen (WasserMusik, WasserLesungen, WasserKunst,WasserFilme) soll es eine große Eröffnungsveranstaltung und andere öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen geben (z.B. Wanderungen mit bekannten Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Sport, etc.).

Messeauftritte
Die diversen Messeauftritte des Naturparks und seiner touristischen Partner sollen genutzt werden, um für die Naturparkschau zu werben, z.B. mit Preisausschreiben und Gewinnen für Reisen und Führungen im Naturpark.

Merchandising
Da im Rahmen der Naturparkschau „Wandern“ eine zentrale Bedeutung erfährt, bieten sich entsprechende Produkte zum Verkauf in den Besucherzentren und im Onlineshop des Naturparks an z.B. Wanderbekleidung, -schuhe, -rucksäcke. Hierzu sollen entsprechende Kooperationsvereinbarungen angestrebt werden (Logonutzung etc.).



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