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Naturpark Schwalm-Nette ist Modellregion für das Projekt Naturpark-Kita





Kita Jahrestagung

Anerkennung als Naturpark-Kita – Fünf Kindergärten aus der Region streben Zertifizierung an!
Nach der einjährigen Pilotprojektphase „Auf dem Weg zur Naturpark-Kita – gelingende Kooperation zwischen Naturparken und Kindergärten“ streben fünf Kindergärten aus der Region die Zertifizierung als „Naturpark-Kita“ an.

Auf der Kita-Jahrestagung im November 2017 in der Burg Brüggen stellten die Erzieherinnen ihre absolvierten Exkursionen, Projekttage und Aspekte einer frühkindlichen Bildung vor, die es lt. Kriterienkatalog umzusetzen galt. Denn nur wer alle Kriterien erfüllt, kann an der Evaluierung teilnehmen. Die sach- und fachgerechte Bewertung wird vom Naturpark Schwalm-Nette und dem Verband der deutschen Naturparke durchgeführt. Zu den Kriterien gehören Naturpark-Themen wie Natur und Landschaft, regionale Kultur und Handwerk, Land- und Forstwirtschaft regelmäßig im Alltag, Exkursionen und Projekttage. Die Kinder lernen auf diese Art ihre Region kennen und werden für die Natur begeistert. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die bewusste Auseinandersetzung des Kindes mit der Natur sowie die Sensibilisierung für natürliche Kreisläufe im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Bei der Umsetzung der Aufgabe im Kindergartenalltag geht es nicht nur darum, die Kriterien zu erfüllen, sondern das Thema Naturpark-Kita zu leben und zu verinnerlichen, so Michael Puschmann, Geschäftsführer des Naturparks Schwalm-Nette.

Die Auszeichnung „Naturpark-Kita“ wird für einen Zeitraum von fünf Jahren verliehen, wenn die aufgestellten Kriterien für die Auszeichnung erfüllt sind. Die Auszeichnung mit der „Naturpark-Kita-Plakette“ und die Zertifizierung des ersten Kindergartens sind für das Frühjahr 2018 geplant. In Zusammenarbeit mit dem Verband deutscher Naturparke (VDN) und der Innowego – Forum Bildung & Nachhaltigkeit eG führt der Naturpark Schwalm-Nette mit Kindergärten aus der Region das Projekt „Auf dem Weg zur Naturpark-Kita - gelingende Kooperation zwischen Naturparken und Kindergärten (Kita)“ durch. An dem bundesweiten Projekt beteiligen sich im Naturpark Schwalm-Nette fünf Kitas. Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Auf der Ziellinie als Naturpark-Kita anerkannt zu werden sind folgende Kindergärten: Die Kindertageseinrichtungen Unter´m Regenbogen und Raupe Nimmersatt aus Niederkrüchten, das Familienzentrum Hoppetosse aus Kempen, der Bewegungskindergarten Gänseblümchen aus Wachtendonk und das Familienzentrum e.V. Vennmühle aus Brüggen.


Leitfaden "Auf dem Weg zur Naturpark-Kita"
In keiner anderen Phase seines Lebens lernt der Mensch so schnell wie in den ersten Jahren. Gerade in den ersten Lebensjahren lernen Kinder verstärkt über das selbstständige Erleben wie anfassen, schmecken, ausprobieren.

Im Rahmen des Projektes "Auf dem Weg zur Naturpark-Kita" hat der Verband der deutschen Naturparke einen Leitfaden für KiTas und pädagogische Fachkräfte erstellt. Den Leitfaden finden Sie hier >Download


Erste Naturpark-Kitas auf den Weg gebracht

Erzieher und Schwalm-Nette-Mitarbeiter erarbeiten Inhalte der Kooperation.

Auf dem Weg zur ersten Naturpark-Kita am Niederrhein hat der Naturpark Schwalm-Nette einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht: In den ersten fünf Kindergärten aus dem Naturpark-Gebiet ist nun die Qualifizierung und Beratung für Erzieher gestartet. „Die Zusammenarbeit mit dem Naturpark wird eine Bereicherung für den Alltag im Kindergarten sein“, sagt Dr. Andreas Coenen, Verbandsvorsteher des Naturparks Schwalm-Nette. Aktuell läuft die Erprobungsphase. Schwalm-Nette ist Modellregion und kann als einer der ersten Naturparks bundesweit mit der regionalen Naturbildung für die Kleinsten starten.

Mit im Boot sind die beiden Gemeinde-Kindertageseinrichtungen aus Elmpt „Unter´m Regenbogen“ und „Raupe Nimmersatt", das Familienzentrum Vennmühle aus Brüggen, der Bewegungskindergarten „Gänseblümchen“ aus Wachtendonk sowie die Kindertagesstätte „Hoppetosse“ aus Kempen.

In einer Naturpark-Kita besuchen die Kinder naturnahe Lernorte in der Umgebung, beispielsweise den Förster oder einen Landwirt. Zudem führen Exkursionen zu regionalen Einrichtungen, die die Geschichte und Landschaft anschaulich darstellen. Beispiele dafür sind die Naturparkinformationsstelle Brüggen oder das Naturparkzentrum Wachtendonk. Zudem greifen die Erzieher jährlich ein Thema aus dem Aufgabenbereich des Naturparks auf und bringen es den Kindern näher - etwa Naherholung, Wald und Bäume, Tiere oder regionale Produkte. Generell soll im Kindergarten ein Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung vermittelt werden.

Anfang November erarbeiteten Erzieher und Naturpark-Mitarbeiter im Naturparkzentrum „Haus Püllen“ in Wachtendonk diesen Kriterienkatalog sowie einen pädagogischen Leitfaden. Das ist Grundlage für die Schulung der Erzieher. „Das ist ein Meilenstein“, sagt Naturpark-Geschäftsführer Michael Puschmann.

Punkte aus dem Kriterienkatalog:
• An Projekttagen und Exkursionen behandeln die Kitas jährlich ein mit den Aufgaben der Naturparke zusammenhängendes Thema

• Die Inhalte basieren auf den im jeweiligen Bundesland gültigen Bildungsplänen/-programme.

• Der regionale Bezug zum Naturpark, der Region und ihrer Geschichte und Kultur sowie alle regionalen Besonderheiten werden als Basis für Bildungs- und Lerninhalte genutzt.

• Kenntnisse über Natur und Landschaft im unmittelbaren Umfeld der Kita werden vermittelt/zugänglich gemacht.

• Lern- und Erfahrungsorte auch außerhalb der Kita werden mit einbezogen.

• Möglichst viele Aspekte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden aufgegriffen.

Wer diese Kriterien erfüllt, darf sich zunächst für vier Jahre „zertifizierte Naturpark-Kita“ nennen. Das Prädikat verleiht der Verband der deutschen Naturparke. Der Dachverband koordiniert auch die Erprobungsphase in Kooperation mit der Agentur „Innowego – Forum Bildung & Nachhaltigkeit“. Ziel ist der Aufbau eines bundesweiten Bildungsnetzwerks. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt.


Startschuss für die Initiative "anerkannte Naturpark-Kita"

Felix und Oliver haben sich ihre kleinen Schippen geschnappt und pflanzen eine Erika in den Kübel.Alina bläst derweil die Wangen auf und pustet ein Windrad in Bewegung. Und Maximilian und Niklas vergleichen das Holz und die Blätter von Buche, Eiche und Linde. Natur erfahren steht heute auf dem Programm in der Kindertagesstätte "Unterm Regenbogen" in Elmpt. Der Naturpark Schwalm-Nette ist zu Gast.Das Wasser der Schwalm, die heimischen Bäume und das Thema Windkraft werden künftig häufiger „Unterm Regenbogen“ und in der benachbarten Kita "Raupe Nimmersatt" in Overhetfeld angesprochen. >weiter zur Pressemitteilung


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